75 Jahre gegenseitiges Vertrauen: Schweiz und China.
Heute vor 75 Jahren hat die Schweiz als eines der ersten westlichen Länder die Volksrepublik China anerkannt. Als erstes kontinentaleuropäisches Land hat Bundesbern 2013 ein Freihandelsabkommen mit der Pekinger Regierung abgeschlossen. Die Schweiz und China: Eine bewegte Geschichte – ein gestärkter Blick in die Zukunft
Blick zurück
Am Anfang der diplomatischen Bande zwischen der Schweiz und China stand eine Initiative: Am 17. Januar 1950 hat die Schweiz – als eines der allerersten westeuropäischen Länder – die neue Volksrepublik China formell anerkannt. Nur wenige Monate später, am 14. September 1950, wurde der diplomatische Austausch zwischen Bundesbern und Peking offiziell aufgenommen.
1974 folgte ein bedeutendes Handelsabkommen, und 1980 beteiligte sich das Schweizer Industrieunternehmen Schindler am ersten industriellen sino‑ausländischen Joint Venture in China. 2007 hat die Schweiz – als erste kontinental‑europäische Nation – China offiziell den Status einer Marktwirtschaft zugebilligt. Dies kann als erster Schritt in Richtung des 2013 eingeleiteten, umfassenden Freihandelsabkommens (FTA) angesehen werden. 2016 gipfelte die fruchtbare Zusammenarbeit in der Ausrufung einer Innovativen Strategischen Partnerschaft, welche mittlerweile über 30 Dialogforen in den Bereichen Innovation, Umwelt, Bildung, Entwicklung, Forschung und Finanzen umfasst. Mit der Aufnahme von Gesprächen im September 2024 zur Aufwertung des Freihandelsabkommens aufgenommen signalisieren beide Seiten ihre Absicht, die Handelsbeziehungen zu vertiefen, und ihre Bereitschaft sich den wirtschaftlichen Herausforderungen der modernen Welt anzupassen.
Auch der kulturelle Austausch zwischen den beiden Ländern bleibt auf der Strecke: 2010 eröffnete die Schweiz ein Pro‑Helvetia‑Büro in Shanghai. Das Illicit‑Import‑Abkommen aus dem Jahr 2013 kann als Meilenstein für den kulturhistorischen Austausch zwischen den beiden Industrienationen angesehen werden. Ausserdem hat die Schweiz erst kürzlich eine ausgebaute China‑Strategie im Rahmen der Asia G20‑Strategie 2025–28 präsentiert, in deren Fokus das Verständnis der Dynamik auf dem asiatischen Kontinent steht. Eine solche Asienstrategie hebt den Willen der Schweiz hervor, Asien differenziert zu verstehen und eine multilaterale Zusammenarbeit mit dem fernen Kontinent anzustreben. Nicht zu vergessen: Touristen aus China sorgen für Höhenflüge in der Schweizer Tourismusbranche. Umgekehrt dürfen Schweizer seit ein paar Monaten visafrei nach Peking reisen.
Jubiläumsjahr 2025: Auftakt im Swiss Chalet
Im Januar 2025 lud die Schweizer Botschaft in Peking zu einem festlichen Empfang im Swiss Chalet am Houhai‑See. Beim Swiss Chalet handelt es sich um eine Pop-up-Bar im Alpenstil. Der Schweizer Botschafter in Peking – Jürg Burri – und Li Jian, Generaldirektor im chinesischen Außenministerium, haben an diesem Datum eine Fotoausstellung mit historischen Höhepunkten der schweizerisch-chinesischen Beziehungen eröffnet. Bei seiner Rede betonte Burri, dass die Beziehungen als stark und stabil einzuschätzen seien. Laut China Daily würdigte er ausserdem die frühzeitige Anerkennung der Volksrepublik China durch die Schweiz, das Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern und die Pinonierleistung des Schweizer Unternehmens Schindler in China.
