Verbotene Stadt in Peking, China 2025
Vor zwei Wochen waren alle Blicke auf China gerichtet: am 31. August 2025 wurde in der nordchinesischen Stadt Tianjing der SCO-Gipfel abgehalten. Vier Tage danach, am 3. September 2025 fanden sich zahlreiche Staatschefs und Diplomaten in Peking ein um der Militärparade zum Andenken an die erfolgreiche Bekämpfung der japanischen Invasoren während des Zweiten Weltkrieges beizuwohnen. Für unser Reisespezial haben wir die chinesische Hauptstadt ausgewählt. Hier finden Sie Infos und Tips für Ihre nächste Peking-Reise.
Peking ist eine Stadt der puren Gegensätze: Hier treffen jahrtausendealte Geschichte und monumentale Baukunst auf modernes Großstadtleben. Die chinesische Hauptstadt (chinesisch: Beijing) gilt als eine der ältesten Metropolen der Welt. Deshalb kommt der Besuch einer Zeitreise gleich. Von der Kaiserzeit über die kommunistische Revolution unter Mao Zedong bis zur hypermodernen Gegenwart bietet sich dem westlichen Besucher ein Panoptikum an atemberaubenden Eindrücken. Im Folgenden sind einige Must-Sees aufgelistet, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten:
Die Verbotene Stadt und der Tian’anmen-Platz – Macht und Monumentalität
Der Tiananmen-Platz (deutsch: Platz des Himmlischen Friedens) befindet sich im Herzen der Hauptstadt. Mit einer Grösse von mehr als 40 Hektar gilt er als einer der größten innerstädtischen Plätze der Welt. Auf dem Tiananmen-Platz versammeln sich täglich tausende Touristen. Ausserdem finden an diesem Ort regelmässig nationale Zeremonien und kulturelle Anlässe statt. Von hier aus rief Mao Zedong am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China aus – ein historischer Wendepunkt, der das kaiserliche Zeitalter endgültig beendete.
Am Nordrand des Platzes erhebt sich das imposante Tor des Himmlischen Friedens (Tiananmen). Dieses markiert den Eingang zur sagenumworbenen Verbotenen Stadt. Dabei handelt es sich um ein symmetrisch angelegtes Palastareal mit mehr als 800 Gebäuden. Nebst zahlreichen monumentalen Tempeln mit goldenen Dächer und roten Mauern, lässt man sich gerne von den architektonischen Details beeindrucken: symbolische Figuren wie Drachen, Phönixe und Schildkröten. Diese gelten als Zeichen von Ordnung, Macht und des ewigen Lebens. Zwischen 1420 und 1912 residierten hier vierundzwanzig Kaiser der Ming– und Qing-Dynastie. Über fünf Jahrhunderte galt die Verbotene Stadt als Zentrum der chinesischen Macht.

Tempel des Himmels und Hutongs – Spiritualität und Alltag
Im Süden Pekings befindet sich der Himmelstempel (chinesisch: Tiantan). Dabei handelt es sich um einen bedeutendsten Pilgerort für viele Chinesen. Der Tempel wurde im 15. Jahrhundert erbaut und diente den Kaisern als Podium für Himmelsanbetungen und Opferzeremonien. Das Herz des Tempels markiert ein symmetrisch angeordneter, kreisrunder Bau mit einer blau gekachelten Kuppel: die Halle des Erntegebets. Die blaue Kuppel steht als Symbol für den Himmel. Das chinesische Volk ordnet dem Kaiser die Rolle des Sohnes des Himmels zu. Er gilt als Mittler zwischen der Erde und dem Kosmos.
Ein Spaziergang durch die Hutongs sollte auf jeden Fall auf Ihrer To Do-Liste stehen. Bei den Hutongs handelt es sich um traditionelle Gassen, welche im Gegensatz zum modernen Grossstadtleben stehen. An Orten wie diesen lernt man vieles über die chinesische Kultur, sei es, was Kulinarik, sei es was Kunst und Gesellschaft angeht. Die meisten dieser engen Gassen stammen aus der Zeit der Yuan-Dynastie (13. Jh.) und sind nach wie vor bewohnt. In den Innenhöfen (Siheyuan) bietet sich einem deshalb die Möglichkeit den Alltag der echten Pekingchinesen hautnah zu erleben. Am angrenzenden Houhai-See verbinden sich Nostalgie und Gegenwart: kleine Cafés, Boutiquen und Bars reihen sich an traditionelle Teehäuser und Marktstände.

Große Mauer und Sommerpalast – Rückzug und Größe
Selbst für die Chinesen gilt: die Große Mauer muss man mindestens ein Mal im Leben gesehen haben. Bis heute stellt das über 21´000km lange Monument das wohl bekannteste Wahrzeichen Chinas dar. Mit dem Bau begannen die Chinesen bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Unter der Qin-Dynastie (221 v. Chr.) wurde die Grosse Mauer erstmals vereinheitlicht, die Ming-Kaiser haben sie bis zur heutigen Länge erweitert. Für die Chinesen steht die Mauer nicht nur als Symbol für Chinas Wehrhaftigkeit, sondern auch für dessen kulturelle Identität und für den Nationalstolz. Um dorthin zu gelangen, nimmt man am besten den Bus. Die Zugänge bei Mutianyu oder Badaling erreichen Sie von Peking aus nach etwa 1,5 Stunden Fahrzeit. Eines ist gewiss: der Blick von den Zinnen über die schier endlose Berglandschaft wird einem ewig in Erinnerung bleiben.
Ein weiteres lohnenswertes Reiseziel stellt der an den Kunming-See angrenzende Sommerpalast (Yiheyuan) dar. Dieses Bauwerk stammt aus der Qing-Zeit und diente bedeutenden Herrschern – darunter auch der Kaiserinwitwe Cixi – als Rückzugsort vom hektischen Hofleben. Hier verbinden sich Pavillons, Tempel, Galerien und Brücken mit der Natur zu einem Gesamtkunstwerk. Der 728 Meter lange Wandelgang entlang des Sees – ein bemalter Pfad, bei dem jedes Holzfeld eine individuelle Szene aus der chinesischen Geschichte und Literatur repräsentiert – ist eine Augenweide.
Zum Schluss darf natürlich die Peking-Ente nicht fehlen. Dieses köstliche Gericht gilt seit 150 Jahren als lokale Delikatesse und erfreut sich auch unter den westlichen Gästen grösster Beliebtheit. In der chinesischen Hauptstadt kann man sie in allen Preisklassen geniessen, an günstigen lokalen Essständen genauso wie in exquisiten 5-Stern-Hotel-Restaurants.

