FOKUS CHINA

China verstehen. Zukunft gestalten.

Shanghai: Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt für China ist

Skyline von Shanghai (Joseph Fuller).

22,91 Millionen Einreisen – und immer mehr davon visafrei

22,91 Millionen Einreisen ausländischer Besucher verzeichnete China allein im ersten Halbjahr 2026. 17,82 Millionen davon erfolgten visafrei. Die Zahl der Einreisen ausländischer Staatsangehöriger lag damit 20,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Für deutsche Reisende ist die Einreise besonders unkompliziert: Mit gewöhnlichem Reisepass ist derzeit ein visafreier Aufenthalt von bis zu 30 Tagen möglich.

Das sollte Mut machen, China selbst zu entdecken. Shanghai ist dafür ein idealer Einstieg: eine Stadt, in der jahrhundertealte Tradition auf futuristische Architektur, chinesische Küche auf internationale Einflüsse und historische Viertel auf eine der spektakulärsten Skylines der Welt treffen. Unser Tipp für einen 5-Tage-Trip:

Tag 1: Der Bund und Shanghais berühmte Skyline

Zum Auftakt geht es an den Huangpu-Fluss. Ein Spaziergang über den Bund gehört zu jedem Shanghai-Besuch. Auf der einen Seite stehen die imposanten historischen Gebäude der ehemaligen internationalen Konzession, auf der anderen Seite ragen die Wolkenkratzer von Pudong in den Himmel.

Besonders am Abend lohnt sich der Blick über den Fluss, wenn die Skyline beleuchtet wird. Anschließend geht es weiter zur Nanjing Road, Shanghais berühmter Einkaufsmeile.

Tag 2: Yu Garden und das alte Shanghai

Am zweiten Tag zeigt sich eine ganz andere Seite der Metropole. Im Yu Garden führen verschlungene Wege vorbei an Pavillons, Teichen und kunstvoll arrangierten Felsen. Die traditionelle chinesische Gartenkunst bildet einen faszinierenden Kontrast zur modernen Großstadt.

Danach lohnt sich ein Spaziergang durch die umliegende Altstadt. Wer noch weiterziehen möchte, kann anschließend Xintiandi besuchen, wo restaurierte Shikumen-Häuser auf Cafés, Restaurants und modernes Stadtleben treffen.

Tag 3: Hoch hinaus in Pudong

Jetzt geht es über den Huangpu-Fluss nach Pudong. Shanghai Tower, Jin Mao Tower und Oriental Pearl Tower prägen die weltberühmte Skyline.

Wer Shanghai aus der Vogelperspektive erleben möchte, sollte einen der Aussichtspunkte besuchen. Erst von oben wird deutlich, welche Dimension diese Stadt erreicht hat. Pudong ist zugleich ein Symbol für Chinas rasante wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung.

Tag 4: Kultur, Museen und das alltägliche Shanghai

Am vierten Tag darf es etwas ruhiger werden. Ein Museumsbesuch lässt sich gut mit einem Spaziergang am Suzhou Creek verbinden. Noch interessanter wird es, wenn man anschließend einfach ohne festen Plan durch die Stadtviertel schlendert.

Kleine Cafés, lokale Restaurants, Märkte und Wohnstraßen zeigen ein Shanghai abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten. Genau hier bekommt man oft die spannendsten Eindrücke vom Alltag der Stadt.

Tag 5: Zeit für Genuss

Der letzte Tag gehört dem Essen – schließlich lässt sich Shanghai kaum kennenlernen, ohne die lokale Küche zu probieren. Xiaolongbao, die berühmten gedämpften Teigtaschen, gehören ebenso auf den Speiseplan wie Shengjianbao, Nudeln und andere regionale Spezialitäten.

Dazwischen bleibt Zeit für einen letzten Spaziergang, einen Kaffee oder einen weiteren Blick auf den Huangpu. Wer Shanghai am Anfang noch überwältigend fand, wird die Stadt nach fünf Tagen bereits mit anderen Augen sehen.

Shanghai ist mehr als eine Skyline

Fünf Tage reichen natürlich nicht aus, um Shanghai wirklich kennenzulernen. Aber sie reichen, um neugierig auf mehr zu werden.

Die Stadt ist gleichzeitig traditionell und futuristisch, hektisch und entspannt, vertraut und vollkommen anders. Genau diese Gegensätze machen ihren besonderen Reiz aus.

Und vielleicht ist jetzt tatsächlich ein guter Zeitpunkt für eine China-Reise. Die wachsenden Besucherzahlen zeigen, dass immer mehr Menschen das Land wieder selbst erleben möchten. Die Visafreiheit nimmt dabei eine wichtige praktische Hürde.

China sollte man nicht nur aus Nachrichten, Bildern und Schlagzeilen kennen. Manchmal lohnt es sich, selbst hinzufliegen, durch die Straßen zu laufen, chinesisches Essen zu probieren und sich ein eigenes Bild zu machen.

About The Author